6 Fachwerkträger aus Holz und Stahl bilden die wesentlichen Tragelemente der 85 Meter weit gespannten Konstruktion. Jeder dieser Fachwerkträger in Form eines auf der Spitze stehenden Dreieckes (Dreigurtbinder) besteht oben aus 2 Brettschichthölzern und unten aus einem Stahlrohr. Die Gurte haben untereinander einen Abstand von 6 Metern. Die Fachwerkstäbe zwischen den drei Gurten sind ebenfalls Brettschichthölzer und Stahlrohre.

Druckkräfte werden in den räumlichen Fachwerken durch Holzquerschnitte übernommen, die Aufnahme der Zugkräfte erfolgt durch die Stahlrohre. In jedem Fachwerkträger sind 60t Holz und 60t Stahl verbaut. Einfache und übersichtliche Knotenpunkte ermöglichten einen hohen Vorfertigungsgrad der einzelnen Fachwerkstäbe in der Werkstatt und damit verbunden eine kurze Montagezeit auf der Baustelle.

Das Fachwerk bietet durch die Kleinteiligkeit der einzelnen Stäbe und die Vielzahl der Verbindungen die Möglichkeit, das Material und die Querschnitte auf die unterschiedlichen Beanspruchungen sehr wirtschaftlich abzustimmen. Die Baukosten waren mit 500.- DM je m2 Dachfläche, verglichen mit Tragwerken ähnlicher Spannweite äußerst günstig.

Das Dachtragwerk der Halle 7A ist gleichermaßen Holzbau und Stahlbau. Die ausgeglichene Balance zwischen den Baustoffen Holz und Stahl zeigt sich im Gewicht der verwendeten Baustoffe. Das warme, sympathische Erscheinungsbild von Holz wird ergänzt durch das elegante Auftreten des Stahls. Die ausgeglichene Kombination von Holz und Stahl dokumentiert gleichzeitig die Unabhängigkeit der Beratenden Ingenieure von gewerblichen Interessen.

Dimension und Material
Ingenieurpreis 2001
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